Samstag, 27. Juli 2013

Fluglärmhölle Rhein-Main


Es kann nicht sein, dass eine ganze Region in Mitleidenschaft gezogen wird und Bürgerinteressen nach Ruhe schlicht dadurch ignorieret bzw. verletzt werden, dass morgens ab 5 Uhr Flieger mit 80 dBA 18 Stunden lang über das Rhein-Main-Gebiet hinweg dröhnen - und dies permanent.

Bereits im September 2011 war seitens der Fraport zu vernehmen, dass über die Umverteilung des gesamten Luftraums nachzudenken sei und dass man die Sorge der Anrainer ernst nähme.
Gleichzeitig wurde eingeräumt, dass durch die Nord-West-Landebahn einige Teilregionen sehr belastet sein würden.

War die jetzige Situation mit 18 Stunden Lärmterror so gewollt oder gar geplant? - Dies Frage drängt sich seit Monaten auf.

Zugleich hatte die DFS bereits im Sommer 2011 auf Nachfrage mitgeteilt, dass - Zitat: " beim Flughafenbetreiber Fraport jährlich über eine Million Fluglärmbeschwerden eingehen".
Schon damals war die Grenze dessen, was der Region an Lärm zugemutet wurde, längst erreicht.
Mit der Eröffnung der neuen Landebahn jedoch ist jegliche Grenze deutlich überschritten. 

Schon damals schrieb die DFS: "(...)Und natürlich haben alle diese Menschen, die Routen verschoben haben wollen, Recht. Mit Lärmwirkungsforschung, mit Schlafstörungen, mit gesundheitlichen Beschwerden. Das gibt es alles, keine Frage. Es gibt definitiv keine Lösung, die für alle Menschen in der Rhein-Main-Region gleichermaßen zufriedenstellend ist. Das entspräche der Quadratur des Kreises."

Unsere Mainzer Dialogrunde hat 2011 versucht, dem Flughafenchef deutlich zu machen, dass die Verantwortlichen sich irgendwann für die Gesundheitsschädigung einer ganzen Region rechtfertigen müssen.

Nach unserer Einschätzung sind alle Beteiligten auf dem direkten Weg dorthin, während sie die Lebensqualität einer ganzen Region sukzessive zerstören.



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